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A Great Translation

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Samples

 

Sample 1

From Helmbrechts walk, by Susan Silas

Click on the link above to see the complete source text and the translation.

The translation below corresponds to "Day 2" in the original text.

 

 My translation into German (excerpt):

Tag 2 - Dienstag, 14. April 1998, Schwartzenbach Saale bis Neuhausen -

Brach früh von Schwartzenbach Saale auf und kam um 5.40 Uhr Nachmittag in Neuhausen an. Der Grenzübergang zur Tschechischen Republik ist sehr nahe. Um diese Zeit des Jahres strahlen Radiostationen in Deutschland viele Sendungen über das Ende des zweiten Weltkriegs aus. Es ist praktisch unmöglich, nicht daran zu denken. Um die Mittagszeit fuhr auf der Straße ein roter BMW an mir vorbei. Er drehte um und fuhr wieder vorbei. Drehte um und kam zurück. Der Wagen hielt an und ein vornehmer Herr im Alter von 65 - 70 Jahren stieg aus und kam auf mich zu. Er wollte wissen, was ich tat. Ich erklärte ihm, dass ich eine Landschaftsfotografin aus Amerika sei. Die Antwort mochte er nicht und er stellte mir Fragen  –  immer ganz höflich. Ich gab dieselbe Antwort. Nach geraumer Zeit, wie mir vorkam, kehrte er zu seinem Wagen zurück und fuhr ab. Hin und wieder fühlte ich mich wie eine offene Zielscheibe, wenn ich mich langsam auf der Straße fortbewegte, sechs bis zehn Stunden täglich.

14. April 1998 – Ein Bericht, den ein ehemaliger holländischer Außenminister vor der UN-Menschenrechtskommission gegeben hatte, kam zu dem Ergebnis, dass während des letzten Jahres 1500 Menschen im Irak von der Regierung von Präsident Saddam Hussein hingerichtet worden waren. Die meisten wurden „aus politischen Gründen“ hingerichtet. 

Tag 3 - Mittwoch, 15. April 1998, Neuhausen bis Treben -

Am frühen Morgen überquerte ich bei Asch die Grenze in die Tschechische Republik.

Ich erreichte Treben erst um 8.40 Uhr Abend. Die Sonne war zu dem Zeitpunkt schon untergegangen. Es gibt viele Prostituierte an den Straßenrändern in der Tschechischen Republik. Ich kann mir nicht vorstellen, als solche verkannt zu werden, da ich einen schmutzigen Overall, einen weiten Pullover und Turnschuhe anhabe und einen teuren japanischen Fotoapparat um den Hals trage. Trotzdem versucht um die Mittagszeit ein kleines rotes Auto mich anzuhalten. Ich denke, es handelt sich um den einzigen ständig Betrunkenen dieser Stadt und ignoriere ihn. Er folgt mir und schwenkt mir durch seine Windschutzscheibe etwas Glänzendes entgegen, bringt seinen Wagen auf gleiche Höhe mit mir, stößt die Beifahrertür auf und fordert mich mit einer Handbewegung auf, im Wagen Platz zu nehmen. Ich sage nein und  marschiere weiter. Zu diesem Zeitpunkt schreit er und gestikuliert ärgerlich mit etwas, was wie eine Dienstmarke in seiner Hand aussieht. Ein Mann in einem Auto ohne Kennzeichen in einem fremden Land, dessen Sprache ich nicht spreche und mit einer Plakette, die er in jedem billigen Laden gekauft haben könnte. Rebecca befindet sich im Auto, ein gutes Stück voraus, am Straßenrand. Ich lehne mich in sein Auto hinein und zeige mit dem Finger auf sein Gesicht und sage das Wort „Passport“. Dann laufe ich weiter, hole meinen Reisepass und gebe ihn ihm. Sein Gesicht wird blass. Er starrt noch eine Weile auf dieses unglaubliche Dokument, gibt es mir zurück – flucht, tritt aufs Gaspedal und ist verschwunden.  In diesem Moment wird mir zum ersten Mal klar, was es bedeutet, einen US-amerikanischen Reisepass zu besitzen. Wäre dies nicht wegen des Kriegs so, hätte ich auch eines dieser traurigen, machtlosen grünen Büchlein im Ostblockstil.

 

Sample 2

Social sciences text: translation from German into English:

Source text:

Wenn Männer und Frauen durch die Genderrollendefinition als ungleich charakterisiert werden, mit komplementären, unterschiedlichen Charakterzügen, ist das, was man Partnerschaft nennt, nicht wirklich möglich. Gesellschaften, in denen das konservative Rollenkonzept vorherrschend ist, benötigen keine sozialen Kompetenzen wie Selbstreflexivität und Empathie, um weiterzubestehen, sondern vielmehr Rollenträger, die “funktionieren”: Es geht darum, dass die Menschen gemäß der einen Rolle als Gendersubjekte normengemäß handeln.

In einer solchen Gesellschaft kann es vorkommen, dass sich die Mitglieder der machtlosen Gruppe (in patriarchischen Gesellschaften also Frauen) gegenseitig nicht als Bezugsgruppen anerkennen und sich stattdessen an der normativen Bezugsgruppe der Männer orientieren, was die folgenden Hypothesen ermöglicht: Die Frauen sehen in den anderen Frauen keine eigene Bezugsgruppe, sondern akzeptieren die Reduzierung der Personen auf die gender-role und nehmen somit quasi indirekt Teil an der (männlich geprägten) Herrschaft, indem sie diese durch Machtausübung gegenüber ihnen unterstellten Frauen bestätigen, was zum Teil durch das Konformitätstheorem der Bezugsgruppentheorie erklärt wird. Konformität kann man in diesem Fall als Anpassung der Meinungen, Einstellungen, Gewohnheiten, Handlungsweisen und Normen an die in der sozialen Umgebung akzeptierten Formen (Gruppe, Subkultur, Gesamtgesellschaft) definieren.

My translation into English:

When men and women are characterized as unequal by gender-role definition, with complementary and differing character traits, then what is called partnership is not really possible. Societies in which the conservative role concept is prevalent have no need and no social competencies such as self-reflexivity and empathy in order to continue to exist but are rather in need of role carriers who “work right.” The main concern is that humans act as gender subjects according to that one role.

In such a society it can happen that members of a powerless group (as women in patriarchal societies) do not accept one another reciprocally as reference groups and instead orient themselves to the male normative reference group, which allows for the following hypothesis: women do not see other women as separate  reference groups but accept reducing a person to the gender role and therefore quasi-indirectly participate in the power shaped by men by confirming it through using power over women who are subordinated to them, which is partially explained by the conformity theorem of the reference group theory. In this case, conformity can be defined as adjusting of opinions, attitudes, habits, behaviors and norms to the accepted forms in the social environment (group, subculture, entire society).

 

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